Aktuelle Projekte und Nachrichten


Diese Seite beinhaltet eine Auswahl der Beiträge, die zum Teil auch auf meiner privaten Facebook-Seite sowie auch öffentlich zugänglich in facebook.com/GeoGottfried/ gepostet sind. Wir haben hier keinen direkten Link auf diese Seite eingerichtet, da dort personenbezogene Daten gesammelt werden. Sie können die Facebook-Seite aber ohne weiteres in Ihrem Browser durch Eingabe der Stichwörter "facebook" und "geohofbauer" finden.


2018 - Dezember 7 -- Der Granit von Flamanville

Ein neues Portfolio - PF 7 - als Anschauungsmaterial zum laufenden Kurs "Granit". Der Kontakt des Granits von Flamanville wurde seit der Beschreibung durch Auguste Michel-Levy (1893) bis weit in das 20. Jahrhundert hinein als Musterbeispiel einer von Assimilation gestalteten Platznahme eines Granitkörpers angesehen. Dazu gibt es im Sommer 2018 aufgenommenes Bildmaterial mit Kurzerläuterungen.

>> zum "Bildarchiv" - interner Link

2018 - November 24-25 -- NEUER TERMIN Rück- und Querblicke 2018

ACHTUNG: Der Termin für die "Rück- und Querblicke 2018" muss leider um zwei Wochen nach hinten verschoben werden. Neuer Termin: Sa/So 24-25. November 2018
im Seminarraum der NHG jeweils 9.15-17.00 Uhr

Eines der Themen: Eisenhydroxid-Krusten - hier ein Bild aus Battenberg (Pfalz)

2018 - Oktober 28 --Portfolio 4 im Bildarchiv

Ansichten von Gotland. Die Aufnahmen entstanden im Rahmen einer Exkursion im Jahr 2005 und wurden durchweg mit der Digitalkamera Nikon Coolpix 5000 fotografiert.
>> zum "Bildarchiv" - interner Link

2018 - September 23 --Portfolio 2 im Bildarchiv

Bäume - eher von ihrer rauhen Seite. Hier eine Ansicht aus dem bekannten Hohlweg im Posidonienschiefer bei Hetzles
>> zum "Bildarchiv" - interner Link

2018 - ACHTUNG: Themenänderung Winterkurs 2018/19 GRANIT (II)

Der Granit von Flamanville (Normandie) hat eine über 100jährige Forschungsgeschichte, die fast alle wichtigen Fragen der Granitentstehung berührt - eines der Themen im Winterkurs GRANIT (II). Hier der helle Granit im Kontakt zu den ihn umgebendenen dunklen Schiefer, die durch die Wärme des Magmas zu massiven Hornfels umgewandelt wurden.
GRANIT (II) ersetzt das Thema "Die gemeinsame Evolution von Erde und Leben". Ein Grund für diese Umstellung ist umfangreiches neues Anschauungsmaterial, das im Verlauf der diesjährigen Exkursionen gewonnen werde konnte, ein zweiter das Bedürfnis, viele im ersten Kurs zu knapp oder gar nicht behandelte Aspekte in Ruhe auszuführen und in Hinblick auf ein bereits fortgeschrittenes Buchprojekt abzurunden.Der Kurs wird so aufgebaut sein, dass auch jene, die an Granit (I) nicht teilgenommen haben, ohne weiteres jetzt erst in den Teil (II) einsteigen können. - Die Termine sind gleich geblieben. >> zu Veranstaltungen" - interner Link

2018 - September 17 -- Neustrukturierung der Website: Aufbau eines Bildarchivs

Das im Lauf vieler Jahre gewachsene Bildarchiv soll in Auszügen im Netz präsentiert werden. Begonnen wurde mit einem nicht-geologischen Portfolio mit Landschaftsszenen aus der Umgebung von Dechsendorf/Erlangen, deren Originale im Mittelformat 6x7 cm mt einer "Mamiya RZ 67" bzw. "Mamiya 7" fotografiert wurden.
>> zum "Bildarchiv" - interner Link

2018 - September 3 - 7 -- Exkursion "Ostrand der Böhmischen Masse"

Der Ostrand der Böhmischen Masse war im Tertiär eine Küstenlandschaft. Im "Eggenburgium" (Untermiozän, ca. 18 Ma Jahre) lebten in den flachen Meeresbereichen Muscheln, Bryozoen, Schnecken und andere Meerestiere wie Krokodile und Seekühe - hier das aus dieser Zeit stammende Gestein (ausgestellt im Krahuletz-Museum in Eggenburg). Neben diesem jungen Abschnitt der Erdgeschichte wurden auch die alten Gesteine der Böhmischen Masse studiert.

2018 - August 29-31 -- Symposium "Stein & Wein"

Das Symposium "Stein & Wein" fand in Feldbach in der Steiermark statt. Vormittags Vorträge, nachmittags Exkursionen in die Weinberge - mit auf die Thematik "Terroir" bezogenen Weinproben.

Mit dem Referat "Geologie und Terroir im Fränkischen Weinbau" habe ich dort versucht, zu dieser Diskussion beizutragen.

2018 - Donnerstag, 26 Juli -- Vortrag "Jura mit Falten"

Vortrag in der NHG Nürnberg, Am Katharinenkloster 6
Beginn 19.30 Uhr

Süddeutschland, die Schweiz und die angrenzenden französischen Region waren in der Jurazeit Teile eines gemeinsamen Ablagerungsraums. Ungeachtet dieser weitgehend ähnlichen Sedimentationsgeschichte hat der Französisch-Schweizer Jura vor allem in der Folgezeit eine völlig andere landschaftsgeschichtliche Entwicklung erfahren. Die in vieler Hinsicht spektakuläre Landschaft des Französisch-Schweizer Juras wird vorgestellt. Dabei wird auch der Frage nachgegangen, was wir aus den Unterschieden zu unserer Frankenalb lernen können.

2018 - Samstag, 21. Juli -- Exkursion "Granite im Erzgebirge"

Für den Besuch der Pinge/"Binge" von Geyer und den Greifensteinen hat die Zeit leider nicht gereicht. Aber dafür haben wir den Schneckenstein gründlich unter die Lupe genommen.

Der Schneckenstein: Ein mit Edelsteinen verklebter Scherbenhaufen. Aus einem abkühlenden Granit nach oben aufsteigende Fluide haben das Dach aus Schiefergestein zuerst infiltirert, dann in grobe Stücke zerbrochen und schließlich mit Kristallen aus Quarz, Topas, Turmalin und Zinnstein wieder verbacken. Das findet man nicht so schnell noch an einem anderen Ort ...

2018 - Juli 18 -- Exkursion "Granite im Erzgebirge": Mit Einführungsabend!

ÄNDERUNG 1: Zu der Exkursion findet Mittwoch, 18. Juli, eine einführende Abendveranstaltung statt: Seminrarraum der NHG in der Norishalle, Marientorgraben 8, 18.30-20.00 Uhr

ÄNDERUNG 2: Die ursprünglich zweitägige Exkursion findet entegegen früheren Ankündigungen nur eintägig - am Samstag, den 21. Juli - statt. Ziele sind: Der Granit von Bergen und sein Kontakthof - Topas-Greisen am Schneckenstein - Pinge von Geyer - Greifensteine.

Organisatorische Fragen werden am Einführungsabend - 18. Juli - besprochen. Vorgesehen ist eine Durchführung mit PKW Fahrgemeinschaften, unter Umständen wäre auch die Anmietung eines Kleinbusses eine Option. Kosten: 50 Euro

2018 - Juli 4 + Juli 11 -- Wissenschaftliche Revolution: "Moderne Geowissenschaften"

Vorträge: Die revolutionäre Entwicklung der modernen Geowissenschaften

ÄNDERUNG: Die Veranstaltung geht entgegen der Ankündigung im Programmheft der NHG nur über zwei Abende, also 4. Juli und 11. Juli.

Wenn es darum geht, Breite und Modernität des wissenschaftlichen Anspruchs zu unterstreichen, bezeichnen sich Geologen heute häufig als "Geowissenschaftler". Tatsächlich gibt es in der wissenschaftlichen Entwicklung dieses Faches einen relativ präzise zu fassenden historischen Punkt, an dem die Grenzen zu geowissenschaftlichen Nachbarfächern wie Ozeanographie, Meteorologie, Geophysik und anderen durchlässiger und aus methodischen Gründen auch gezielt aufgehoben wurden.

Diese modernen Geowissenschaften haben in den letzten Jahrzehnten eine erstaunliche Entwicklung erfahren und das Bild von der Erde und der Entwicklung des Lebens in vieler Hinsicht erneuert. Es ist keinesfalls übertrieben, sie auch als eine der wesentlichen Schlüsselwissenschaften für den Fortbestand der menschlichen Zivilisation zu verstehen.

In zwei Abendvorträgen werden diese jüngeren wissenschaftlichen Entwicklungen beleuchtet.
(1) Mobile Kontinente und moderne Geowissenschaften (4.7.)
(2) Globale Stoffkreisläufe und Evolution des Lebens (11.7.)
Ort: NHG Nürnberg in der Norishalle, Marientorgraben 8, Seminarraum
jeweils 18.30-20.00 Uhr -- kostenfreie Veranstaltung!

2018 - Mai 29 - Juni 16 -- Exkursion "Bretagne"

Nach 14 Jahren fahren wir endlich mal wieder in die Bretagne. Inzwischen haben wir so viel neues über Granit gelernt, dass wir uns auf viele instruktive Ansichten freuen!

2018 - April 28/29 -- Exkursion "Bayerischer Pfahl"

Ergänzend zum Kurs "Mylonite" wurde in einer zweitägigen Exkursion auch der Bayerische Pfahl besucht. Dort war nicht nur Quarz, sondern die ganze Vielfalt von Gesteinen zu sehen, wie sie an großen Scherzonen der Erde entstehen.

2018 - April 26 -- Vortrag "Heldburger Gangschar

Blick von der Heldburg nach Norden - v.l.n.r. der Große Gleichberg, der Kleine Gleichberg und ganz rechts der Straufhain: alle diese Berge sind Reste tertiärzeitlicher Vulkane

Donnerstag, 26. 4. - 19.30 Uhr in Nürnberg, Am Katharinenkloster 6
Eine nicht ganz gewöhnliche Vulkanlandschaft in Franken und Südthüringen: Die Heldburger Gangschar
Dr. Gottfried Hofbauer, NHG Nürnberg

Höhen wie der Bramberg, die Gleichberge oder der die Heldburg tragende Gipfel sind weithin sichtbare Landmarken in den Hassbergen und dem anschließenden Vorland des Thüringer Waldes. Es handelt sich um Reste von Vulkanen aus der Tertiärzeit, deren Eruptionspunkte ungewöhnlich straff entlang NNO-SSW gerichteter Förderspalten angeordnet sind. Dieses besondere Auftreten hat dem Vulkanfeld die Bezeichnung "Gangschar" eingebracht. Der Vortrag stellt die wichtigsten Vulkane vor und versucht eine Erklärung für das besondere Erscheinungsbild zu geben.

2018 - April 13-15 -- Exkursion Taubertal

Die Tauber fließt heute mehr oder weniger weit vor der Keuper-Schichtstufe. Dennoch kann man entlang ihres Laufs Reste aus den dort längst abgetragenen Keupergesteinen finden. Die äußerst verwitterungsbeständigen Chalcedone dürften aus dem Burgsandstein oder gar dem Feuerletten stammen. In Baden-Württemberg werden die Chalcedone allerdings "Feuersteine" genannt, und manche meinen, dort wären schönere Stücke zu finden wie in Franken. Kann das sein?

2018 - April 02 -- Profil durch die fränkische Weinlandschaft

Eine Fahrt vom Untermain bis zur Keuperschichtstufen quert den Main nicht weniger als vier mal. Die Weinlagen an den Talhängen des Mains sind in klimatischer Hinsicht von denen der deutlich höher gelegenen und exponierteren Keuper-Schichtstufe verschieden. Anstatt der traditionellen Unterscheidung in "Muschelkalk-Wein" und "Keuper-Wein" zu folgen wäre es in Hinblick auf das sensorische Profil vielleicht treffender, von einem "Maintal-Wein" oder einem "Schichtstufen-Wein" zu sprechen.

>> mehr dazu auf der Seite "Stein und Wein" - interner Link

2018 - März 24 Samstag -- Banderbacher Verwerfung

Die Banderbacher Verwerfung - sehr schön freigelegt vom "Verein zur Förderung und Erhaltung der Banderbacher Verwerfung e.V.". Besuch und Diskussion im Rahmen der Exkursion zu dem Kurs "Fluss- und Landschaftsgeschichte in der Region um Nürnberg", 24. März 2018.

So spektakulär diese Struktur ist, so gering oder gar fraglich ist ihre geologische Bedeutung. Der Versatz an den Verwerfungen beträgt nur wenige Meter. Ihre flache Neigung, insbesondere im Bereich der roten Tonsteine, erweckt zudem den Verdacht, dass es sich nicht um in der Tiefe verursachten Versatz, sondern möglicherweise auch um ein oberflächenahes, gravitativ verursachtes Zergleiten handeln könnte.

2018 - März -- "Fluss- und Landschaftsgeschichte in der Region um Nürnberg"

Schwemmsand mit Keuperquarzen und Scherben des Braunjura-Eisensandsteins

Am östlichen Ortsrand von Kraftshof grenzt das auf Keupergesteinen liegende "Knoblauchsland" an eiszeitiche Flug- und Schwemmsandablagerungen. Diese gehören zu den jüngsten Bildungen in der langen, bis weit in die Tertiärzeit zurück reichende Formungsgeschichte des Nürnberger Beckens.

2018 - März 10/11 -- "Anonyme Tektoniker" - 10./11. März 2018

Im Kurs "Plattentektonik: Die neue Theorie der Erde nach 50 Jahren" (NHG Nürnberg). Wir wollen hier offen lassen, ob sich die Kursteilnehmer in der Aufnahme lediglich um den Schutz ihrer Persönlichkeitsrechte bemühen - oder ob sie an einem völlig neuen geo-pädagogischen Versuch teilnehmen, sich die bei einer Subduktion erfolgende Umwandlung von Basalt in Eklogit besonders intensiv vorzustellen.

2018 - März 10/11 -- Seminar "Plattentektonik

Der Mittelatlantische Rücken verläuft auch über Festland - hier bei Thingvellir auf Island

Die "Neue Theorie der Erde" nach 50 Jahren
Nachdem Alfred Wegener im Jahr 1912 erstmals seine Hypothese der Kontinentaldrift öffentlich gemacht hatte, erblühte seine Idee gute 50 Jahre später nicht nur in einem weitgehend völlig neuen Gewand, sondern auch mit einem grundlegend anderen theoretischen Kern. Auch wenn viele das neue Konzept mit dem Wegnerschen Begriff "Kontinentaldrift/Continental Drift" titulierten, wurde sie von einem großen Teil der Geowissenschaftler auch als "New Global Tectonics""Neuen globalen Tektonik" gehandelt.

Aufbauend auf eine historische Skizze, versucht das Seminar an zwei Nachmittagen einen zusammenfassenden Blick auf die folgende Entwicklung dieser Vorstellungen bis zum gegenwärtigen, aktuellen Stand zu schaffen.

2018 - Februar 24/25 -- Seminar "Rotwein in Franken"

Die "Domina" ist sicher nicht die Seele des roten Frankenweins. Im Weinseminar 2018 waren die sensorischen Grenzen dieser Sorte deutlich wahrzunehmen. "Der Vergleich mit einem Spätburgunder ähnelt einem Erlebnis, als ob man aus einem nett eingerichtetem Zimmer in einen großen, funkelnden Saal tritt." So erscheint die Domina eher als der "Müller-Thurgau" im Rotweinsegment, in dem Spätburgunder, Frühburgunder und Blaufränkisch die Sorten mit dem höchsten Qualitätspotential sind.

Neben den sensorischen Profilen von Spätburgunder, Frühburgunder, Blaufränkisch, Domina, Dornfelder und Cabernet Dorsa wurde vor allem auf die Merkmale geachtet, die mit dem Ausbau des Weins in Zusammenhang stehen: das Verhältnis von Frucht- zu Holzaromen, Aromen aus der Maischegärung und tertiäre Aromen aus dem Barrique-Ausbau. Das Seminar war von engagierten Diskussionen über die sensorischen Merkmale wie aber auch der Frage geprägt, welche Möglichkeiten denkbar wären, so etwas wie einen "charakteristischen" fränkischen Rotwein" zu konzipieren.

>> zur Seite "Stein und Wein" - interner Link

2018 -- Februar 2018: Ende GRANITKURS

Verwirrung um den Granit
Granit wurde schon von den Ägyptern im 3. Jahrtausend vor Christus gewonnen. Die Bruchregion um Assuan ist bis heute nicht erschöpft und das wegen der roten Feldspäte mitunter auch als "Rosengranit" bezeichnete Gestein wird dort noch immer gewonnen. Allerdings kannten weder die Ägypter und auch später die Römer nicht die Bezeichnung "Granit" - nach dem in der Antike für Assuan gebräuchliche Ortsbezeichnung "Syene" wurde das Gestein insbesondere von den Römern "Syenit" genannt (so auch in der "Naturgeschichte" des Plinius).
Der Name "Granit" kam erst in der Renaissance auf, als italienische Steinmetze dieses Gestein wieder einzusetzen begannen. Der Name "Syenit" ist aber dennoch nicht verschwunden: nach der modernen Klassifikation versteht man darunter ein granitähnliches Gestein, dass sich von diesem aber durch den geringen Anteil oder gar das völlige Fehlen von Quarz unterscheidet.
Granit wird in der Gegenwart alleine anhand seines Gehaltes an Quarz, Alkalifeldspat und Plagioklas klassifizier, gleich ob er einen, zwei oder vielleicht sogar keine Glimmer-Art führt. So ist auch auf den Spruch "Feldspat, Quarz und Glimmer" kein sicherer Verlass ...

2018 --- Das neue Veranstaltungsprogramm ist im Netz

Neben zahlreichen Kursen und Seminaren sind im Jahr 2018 auch wieder mehrere Exkursionen im Programm. Ein Ziel ist u.a. die Rhön - hier der Basalt mit dem Fiegerdenkmal an der Wasserkuppe, im Hintergrund links der Lavadom der Milseburg. Weitere Ziele: das Taubertal, der Bayerische Pfahl, das Nördliche Wiener Becken zwischen Alpen und Karparten, der Westrand des Oberrheingrabens in der Pfalz, die Granite des westlichen Erzgebirges sowie ein gründlicher Blick auf die Geologie und Landschaft der Bretagne.

>> zum Veranstaltungsprogramm - interner Link

2017 --- Neue Publikation (1) - Das Tal der Aisch und die Bucht von Neustadt

Hofbauer (2017): Die Anlage der Bucht von Neustadt und des Aisch-Tales als Folge erdgeschichtlich junger Krustenverstellungen. - Natur und Mensch, Jahresmitteilungen der Naturhistorischen Gesellschaft Nürnberg e.V. für 2016: S. 37-60. -

Das Tal der Aisch folgt einer tektonische Mulde. Diese erdgeschichtlich jungen Verstellung der Erdkruste hat der Aisch den heutigen Laufweg vorgegeben. Vor dieser heute gegebenen Situation gabe es keine Aisch - im Raum Neustadt sind die Bäche quer zum heutigen Lauf nach Südosten in Richtung Aurachtal abgelaufen: diese ehemalige Laufrichtung lässt sich durch Geröllfunde belegen.

>> zum DOWNLOAD - interner Link

2017 --- Neue Publikation (2) - Das Nürnberger Becken

Hofbauer (2017): Erdkrusten-Anhebung unter Nürnberg und die Entstehung des Nürnberger Beckens Natur und Mensch, Jahresmitteilungen der Naturhistorischen Gesellschaft Nürnberg e.V. für 2016, 61-78.

Ein W-O-Profil durch das Nürnberger Becken zeigt, dass diese Landschaftsform eigentlich einem Bereich entspricht, in dem die nach rechts/Osten geneigten Schichten (Niveau A) wieder ansteigen, um dann vom Ostrand des Nürnberger Beckens aus - auf nun höherem Niveau (B) - wieder steilere Neigung anzunehmen. Die eingezeichnete Strukturlinie entspricht der gemessenen bzw. kalkulierten Basis des Weißen Juras aus der Tektonischen Karte von B. v. Freyberg (1969).

Die weit ausgeräumte Tallandschaft um Nürnberg kann somit als eine durch Hebung ausgelöste Reliefumkehr interpretiert werden: hier hat ein einschneidendes Gewässernetz eher struktuell relativ tiefer liegende, leichter ausräunbare Formationen wie in der Umgebung erreicht. So war es möglich, in diesem Bereich gegenüber der davon noch nicht betroffenen Umgebung einen "Abtraungsvorsprung" zu erarbeiten. Vollzogen wurde diese Entwicklung durch Pegnitz und Rednitz, deren Zusammenfliss an den strukturell tiefsten Bereich - der Fürther Mulde - gebunden ist.

>> zum DOWNLOAD - interner Link

2017 --- Neue Publikation (3) - Das ehemalige Museum MUUM in Muhr

Hofbauer (2017): Das Museum Ur- und Umwelt Muhr (MUUM) - ein Nachruf - Natur und Mensch, Jahresmitteilungen der Naturhistorischen Gesellschaft Nürnberg e.V. für 2016, 79-84.

Ein geöffneter Schrank kann ein anschauliches Fenster in die Erdgeschichte sein. Eine der Installationen im ehemaligen Museum Muhr, dass nicht nur auf Kinder seine Wirkung hatte. >> zum DOWNLOAD - interner Link

2017 --- Skandinavische Findlingsblöcke am deutschen Ostsee-Ufer

Die Vielfalt der Funde ist im Grunde nicht viel geringer als jene, wie sie die Gesteinswelt in Skandinavien selbst zu bieten hat. Für das Auge besonders spektakulär sind Migmatite (Mischgesteine), in denen durch teilweise erfolgte Aufschmelzung mitunter bizarr verschlungene Bänder heller Kristallisate entstanden sind. Nicht weniger spannend sind Mylonite, also Gesteine, die an Scherzonen deformiert wurden und ein Gemenge duktil verformter wie spröder zerbrochener oder rotierter Bereiche aufweisen.
Einige im Rahmen der Ostsee-Exkursion (15-21 Oktober 2017) beobachtete Gesteine sind in einem Album in Facebook unter folgendem Link zu finden.

2017 --- Fahle Sonne über Rügen - ein Hauch vom großen Massensterben

Die Kreide-Zeit endet vor ca. 66 Millionen Jahren mit einem der größten Massensterben der Erdgeschichte. Der von einem Asteroiden-Einschlag aufgewirbelte Staub soll die Atmosphäre über Monate oder gar Jahre so verschmutzt haben, dass die Photosynthese zum Erliegen kam und alle davon abhängigen Nahrungsketten zusammenbrachen.
Am Dienstag 17. Oktober 2017 konnten wir - ausgerechnet an der Kreideküste(!) von Rügen - eine Vorstellung von diesem Ereignis bekommen. Der Orkan Ophelia brachte Staub aus Nordafrika und Ruß von Waldbränden in Portugal bis nach Norddeutschland und verdunkelte die Sonne, auf die wir mit ungeschütztem Auge blicken konnten.
Die Spiegelung der Sonne erinnerte eher an das Licht des Vollmondes und die Erwärmung der Luft hielt sich merklich in Grenzen. Das alles aber nur für einen Tag - selbst die empfindlicheren unter unseren Exkursionsteilnehmern überstanden diese Klimakrise ohne Schaden...

2017 --- 1-6. September 2017 -- Exkursion Französisch-Schweizer Faltenjura

Der französisch-schweizer Faltenjura ist die Heimat des geologischen Formationsbegriffs "Jura". Diese von Alexander von Humbold im Jahr 1795 erstmals vorgeschlagene Bezeichnung hat ihre etymologische Wurzel in einer keltischen Bezeichnung für "Waldgebirge". "Joux" oder "Choux" sind im französisch-schweizer Faltenjura häufige Flur- und Ortsnamen, die auf die gleiche Wurzel zurück gehen. Der Faltenjura besteht zwar aus Gesteinen aus der Jura-Zeit, seine tektonische Struktur ist jedoch erst in junger erdgeschichtlicher Vergangenheit, vermutlich zwischen 6-10 Millionen Jahren, durch die vom Alpenraum ausgehenden Spannungen entstanden.

2017 - 24. August 2017 - Abendvortrag: Eine geologische Reise in den hohen Norden

Öffentlicher Vortrag am Donnerstag, 24. August 2017 "Eine geologische Reise in den hohen Norden: Lofoten und Varangerfjord"
19.30 Uhr - Nürnberg - Am Katharinenkloster 6
Der Vortrag erfolgt im Rahmen der öffentlichen Abendvorträge der Naturhistorischen Gesellschaft (NHG) Nürnberg

2017 --- August 2017 -- Die Transgression des Jurameers in Franken

Zu Beginn der Jurazeit - vor etwa 200 Millionen Jahren - wurden Franken und weite Bereiche Süddeutschlands vom Meer überflutet. Die folgenden nahezu 60 Millionen Jahren blieb die Region dann unter dem Meer versunken. Die Zeugnisse dieser Periode prägen heute noch weite Teile der Landschaft. Doch wie gestaltete sich die Überflutung zu Beginn des Juras im Detail?
Die erste, weitgehend flächendeckende Ablagerung des Jurameers im Raum Nürnberg-Bayreuth ist der grobkörnige, von Eisenhydroxid-Krusten durchsetzte Arietensandstein. Hier greift diese Formation über mächtige, überwiegend sandige Ablagerung eines Flußdeltas (Bayreuth-Formation, auch: Gümbelscher Sandstein, mit Pflanzenton-Einlagerungen) hinweg. Zur Zeit des Flußdeltas befand sich die Küste noch weiter im Westen, etwa entlang der Linie Nürnberg-Bamberg-Coburg. (Stbr. bei Forkendorf/Bayreuth / ältere Aufnahme)

2017 --- 19./26. Juli 2017 -- Was versteht man unter dem "Nürnberger Becken"?

Erinnungen an Australien: Reste von Kieselkrusten in der Umgebung von Nürnberg.

Ein über zwei Abende gehender Kurs in der Naturhistorischen Gesellschaft (NHG) Nürnberg widmete sich dem "Nürnberger Becken". Grundlegend bei einer solchen Diskussion ist, zwischen einer geographisch-naturräumlichen Bezeichnung und einer geologisch-strukturellen Fragestellung zu unterscheiden. Im Verlauf des Kurses wurde deutlich, dass der Naturraum "Nürnberger Becken" nicht - wie in der Fachliteratur durchweg vertreten - infolge eine Krusten-Absenkung entstanden ist, sondern im Gegenteil das Ergebnis einer Aufwölbung darstellt, in deren Folge die Schichten um mehr als 150 m nach oben verstellt wurden (näheres dazu in den kommenden "Jahresmitteilungen der NHG Nürnberg").
Das älteste greifbare Zeugniss eines Talraums bei Nürnberg sind Reste einer Kieselkruste (Silcrete), deren Entstehung spätestens im Miozän erfolgt ist. Weitere Ansichten des Probenmaterials unter:

2017 --- 15. Juli 2017 -- Exkursion Kupferberg

Kupferberg (bei Stadtsteinach/Oberfranken) war die reichste Kupferlagerstätte in Deutschland - im Hochmittelalter sollen zeitweise bis zu 1700 Bergleute in dem Untertage-Abbau gearbeitet haben. Unsere Exkursion ging zu dem erst vor wenigen Jahren eingerichteten Besucherbergwerk.
Abbildung: Probe des in Kupferberg angebauten Erzes. Das Kupfer wurde aus dem Mineral Chalkopyrit (Kupferkies, CuFeS2) - 1 - gewonnen. Weiter war umfangreich Pyrit (FeS2) - 2 - enthalten. Die beiden "goldenen" Sulfidminerale lassen sich anhand ihrer Färbung unterscheiden: der Kupferkies zeigt ein kräftigeres, dunkleres Gelb. Begleitet werden die Sulfide weiterhin von hellen Karbonat-Abscheidungen -3 - (polierte Probe des Besucherbergwerks, Danke für die Fotografiererlaubnis!)

2017 --- Juli 2017 -- Diabas - Gestein des Jahres 2017

Das Vulkangestein Diabas wurde vom "Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler" (BDG) zusammen mit der "Deutschen Gesellschaft für Geowissenschaften" (DGG) zum "Gestein des Jahres" ausgerufen. Dabei ist der Diabas ein merkwürdiges Gestein, denn unter diesem Namen finden wir mehr oder weniger von sekundären mineralischen Umwandlungen betroffene Gesteine, die - würde man sie frisch entstanden vor sich haben - in den meisten Fällen als "Basalt" bezeichnet werden würden.

2017 --- Juni 2017 -- Die NHG und neue Forschungen zur Evolution der Hominiden

Ausschnitt der in der NHG deponierten Schublade mit Säugetier-Knochenresten der Aufsammlung von Freyberg 1944.

Im Jahr 2010 übernahm die NHG umfangreiche Teile der geologischen Sammlung der Universität Erlangen-Nürnberg als langfristige Leihgabe. Einige Objekte dieser Sammlung konnten nun zu Aufsehen erregenden neuen Forschungsergebnissen zur Vorgeschichte der Hominiden beitragen.

Konkret handelt es sich dabei um Fossilien, die Bruno von Freyberg (1894-1981) im Jahr 1944 während der deutschen Besatzung in Griechenland beim Aushub für die Anlage eines Bunkers in Attika bergen konnte. Neben Knochenresten verschiedener Säugetiere fand Freyberg einen Unterkiefer, den er selbst (1951) als Rest einer den Meerkatzen nahestehenden Spezies interpretierte - das Material wurde im Geologischen Institut in Erlangen deponiert. Im Jahr 1972 wurde Freybergs Interpretation von Wighart von Königswald revidiert und einem frühen Menschenaffen zugeordnet, dem er den Namen Graecopithecus freybergi gab. Ein inzwischen dazu gekommener Zahnfund und weiter präzisierte Datierungen geben nun Anlass zu der Annahme, dass Graecopithecus in eine unmittelbare Linie mit dem späteren Australopithecus gestellt werden kann.

Während der Unterkiefer in Erlangen aufbewahrt wurde, befanden sich begleitende Säugerfunde seit dem Jahr 2010 in der NHG. Diese konnten nun mit dazu beitragen, die Umwelt des Graecopithecus vor ca. 7,2 Millionen zu rekonstruieren. Es handelte sich um eine von Gräsern dominierte Savanne mit Waldanteilen, große Säuger wie frühe Elefantenund Hornträger. Das Erscheinen des Graecopithecus korreliert mit einer Abkühlung und Zunahme von Staubakkumulation, deren Partikel überwiegend aus Nordafrika stammen und auf eine beginnende Wüstenbildung verweisen. Eine weitreichende Folgerung der Autoren geht dahin, dass die Trennung von Schimpansen und frühen Menschen schon vor dem Erscheinen des Graecopithecus außerhalb Afrikas erfolgte und dieser einer der frühen Vertreter dieser Linie ist.

LITERATUR
>> ein aktueller Artikel in Wikipedia [externer Link]
>> der aktuelle Artikel von Madelaine Böhme et al.in PLOS [externer Link]
>> der aktuelle Artikel von Jochen Fuss et al.in PLOS [externer Link]

2017 --- Juni 25 -- Naturerlebnistag "Es lefft was am Dummets" in Erlangen

Auch dieses Jahr mit dem Stand "Steine in unseren Feldern"

2017 --- Mai 28 - Juni 21 -- EXKURSION Spanien (II)

Der "Naranjo de Brunhes" (2519 m) in den Picos de Europa im Herzen des Kantabrischen Gebirges - war eines der Themen.

2017 --- Mai 28 - Juni 21 -- EXKURSION Spanien (II): der schönste Campingplatz?

Neben der Geologie im Nordwesten Spaniens werden die wunderschön gelegenen Campingplätze in Erinnerung bleiben.

2017 --- Mai -- Rückblick: Geologie-Exkursionen mit Camping

In Vorfreude auf eine schöne Zeit in Spanien ist dieses kleine Poster entstanden.

Download im Format DIN A3 (ca. 1,8 MB) unter
>> Download Poster "Camping (Interner Link)

2017 --- Mai 11 -- eine kleine Zerstreuung ...

Nicht ganz ernste Performance, die einer kleinen Entspannungsübung während der Arbeit am PC entsprungen ist. Die Gitarre ist immer in Reichweite - das geht wohl nur, wenn man das Glück hat, zuhause arbeiten zu können.

Das Video finden Sie auch auf Youtube mit den Stichworten "Gottfried Hofbauer" / "Mississippi John Hurt" / "Nobody's dirty business"


2017 --- Mai 5-7 -- Exkursion "Fichtelgebirge"

Eines der beiden "Basaltpferde" am Nordrand des Steinwaldes: Reste einer Basaltintrusion, die in dem Buch "Vulkane in Deutschland" nicht erwähnt sind.

Der nach seinem hauptsächlichen Vorkommen bei Marktredwitz benannte "Redwitzit" ist ein Gestein mit vielen merkwürdigen Erscheinungen. Vieles davon kann durch die Vermischung eines dunklen "Redwitzit"-Magmas und eines Granitmagmas (mit großen Feldspäten!) erklärt werden. Die vereinzelten Feldspäte in dem hier abgebildeten Block scheinen hingegen inmitten des Redwitzits zu sitzen, ohne dass hier Zeugnisse der Vermischung erkennbar sind (Block an der Böschung der parallel zur Autobahn verlaufenden Ortsdurchfahrt in Markredwitz-Ost, unweit nördlich des LIDL-Einkaufszentrums).


2017 --- April 7-9 -- Exkursion "Heldburger Gangschar"

Gutes Wetter und spektakuläre Einblicke in die Struktur dieses Vulkanfeldes. Hier der auf den Gleichberg zulaufende Basaltgang östlich Eicha. Vor 16 Millionen Jahren wären wir an dieser Stelle mehrere 100m unter der Erdoberfläche gestanden, und selbst über dem Gleichberg waren noch Formationen des Lias gelegen.


2017 --- Februar 28 -- Video "erlangen city lights"

Erlangen (Mittelfranken, Bayern, Deutschland) hat seit Beginn des Jahres 2017 ein neues Wahrzeichen - zumindest nachts. Der Kamin der Erlanger Stadtwerke erscheint Nacht für Nacht in neuem Licht, manchmal einfarbig, manchmal auch bunt, in jedem Fall immer aufs Neue überraschend und mit magischer Aura

Das Video finden Sie auf Youtube mit den Stichworten "erlangen city lights" / "hofbauer"


2017 --- Februar 22 -- Aktualisierung von "Stein und Wein"

Das Seminar "Zur Sensorik fränkischer Weisweine" war wie immer ausgebucht. Unter den Teilnehmern waren nicht nur Weinfreunde und Weinkenner, sondern auch Geowissenschaftler und ein renommierter Bodenkundler. Ergebnisse der Diskussion und einige Aspekte aus der Verkostung sind in die Aktualisierung der Seite "Stein und Wein" eingegangen.
>> "Stein und Wein" [interner Link]

2017 --- Februar 05 -- "Geologie und Landschaftsfotografie"

Das EBook steht ab diesem Datum zum kostenlosen Download zur Verfügung.
>> DOWNLOAD "Landschaftsfotografie" [interner Link]

2016 --- November 22/23 -- Kursbeginn "Verwitterung"

Felsen aus unterschiedlichem Gesteinen zeigen auch unterschiedliche Gestalt. Was sind die Gründe dafür? (1) Dolomitfels (Schwalbenstein, Nördliche Frankenalb). Unter einem schützenden, aber durchlässigen Dach ist das Gestein einem starken Zerfall durch Abschuppung unterworfen.

(2) Sandstein (Schwarzachschlucht südl. Nürnberg). Große schräg geschichtete Schüttungskörper eines ehemaligen Flusses aus der Trias-Zeit prägen das Erscheinungsbild.

(3) Granit (Falkenberg, Oberpfalz). Weitgehend horizontale Entlastungsklüfte gliedern die Granitmasse in Lagen und große Blöcke.

2016 --- November 12/13 --- Geologische Rückblicke 2016

(1) Gipsgrube bei Marktbergel, Juni 2016. Durch Abräumen der überlagernden Tone (Myophorienschichten, Mittlerer Keuper) wurde der Gips freigelegt. Dabei wurden zwei kleine Höhleneingänge sichtbar - die Verkarstung des Gipsgesteins war offenbar auch unter den nur wenig wasserdurchlässigen Tongesteinen möglich.

(2a) - Cardona, Nordspanien - Mai 2016. Bei der Stadt Cardona ist der einzige Ort Europas, an dem ein Salzstock an der Erdoberfläche aufgeschlossen ist. Das Salz wurde im Eozän (vor ca. 40 Millionen J.) im austrocknenden Ebrobecken abgelagert und anschließend von mächtigen Sedimenten überdeckt. Später ist das Salz ist eine sich aufwölbende Sattelstruktur eingedrungen und hat diese schließlich an ihrem First durchstoßen.

(2b) Detailansicht des Salzstocks von Cardona: bunt gebänderter und gefalteter Bereich. In der Geschmacksprobe waren keine bitteren Anteile festzustellen: offenbar handelt es sich um ziemlich reines NaCl.

2016 --- November --- Schlucht des Verdon

Die Schucht des Verdon in Südfrankreich. Eine der Landschaften, in der auch Europa groß und weit ist. Aus dem Projekt "Geologie und Landschaftsfotografie".

2016 --- Oktober --- Vortrag "Schichtstufenland" Collegium Alexandrinum

Der Vortrag wurde bereits am 14. Juli 2016 gehalten. Er kann als Video in unterschiedlichen Auflösungen gestreamt oder heruntergeladen werden (externer Link):
Das fränkische Schichtstufenland - Alte Kontroversen und neue Vorstellungen

2016 --- Oktober --- Exkursion Weimar/Jena

Blick auf die Plattenbausiedlung Jena-Neulobeda - zumindest aus der Distanz eine durchaus reizvolle Ansicht. Die Saale läuft von rechts (Süden) nach links (Norden) - ihr Weg ist an den ihre Ufer säumenden Bäumen zu verfolgen. Die Höhen - links - werden vom Unteren Muschelkalk gekrönt, der eine charakteristische Schichtstufe ausbildet. - Ansicht vom Mönchsberg, 20.10.2016.

Unter dem Muschelkalk bilden die Gesteine des Oberen Buntsandsteins (Röt) den Sockel der Schichtstufe. Konkret handelt es sich um Tonsteine, die reich an Gips-Einlagerungen sind. Auflösung von Gips wie anschließend dessen erneute Kristallisation in Fasergips-Lagen hat zu einer starken Deformation der relativ plastisch reagierenden Tonsteine beigetragen. - Ansicht ca. 100 südlich des Teufelslochs, Jena, Wöllnitzer Straße.

Die gipsreichen Röt-Tonsteine sind an einigen Stellen in das Stadtbild von Jena integriert (Karl-Liebknecht-Str., Straßenbahn-Haltestelle Schlippenstraße. Die an der Wand angebrachte Tafel erinnert an den Todesmarsch der Häftlinge des KZ Buchenwalds im April 1945.

2016 --- Oktober --- PROJEKT "Landschaftsfotografie und Geologie" [1]

Fotografien wie die "Gipsfalte bei Markt Nordheim (Mittelfranken)" könnten ein Beispiel dafür sein, dass Geologen schon deshalb andere landschaftliche Perspektiven entdecken, weil sie sich auch an ungewöhnlichen Orten wie Steinbrüchen umsehen.

2016 --- Oktober 10 --- Vulkane in Deutschland

Der Parkstein nahe Weiden. Die Basaltsäulen sind der Rest eines alten Vulkans - offensichtlich schon so erkaltet, dass Eiszapfen darauf wachsen ... Diese Abbildung ist nicht aus "Vulkane in Deutschland" - dort aber viel mehr zu diesem und anderen Vulkanen!

2016 --- Oktober 10 --- Vulkane in Deutschland

Soeben erschienen und überall im Buchhandel oder bei der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft (Darmstadt) erhältlich.

Am "Gebirgsstein" in der Rhön findet man den Rest eines alten Vulkans. Die roten Gesteine sind Teil eines Schlackenkegels, die darin eingelagerten dunklen "Fetzen" verwitterte Wurfschlacken und Bomben, Links daneben Reste von Basaltsäulen (aus dem Buch).

Der Krater des Schlackenkegels wurde anschließend mit Lava aufgefüllt, die beim Abkühlen eine schöne Säulenklüftung entwickelten. Der Steinbruchbetrieb hat nur einen Rest davon zurück gelassen (aus dem Buch).

Der Blick nach Süden über Waldeck bis zum Rauhen Kulm im Süden. Mindestens vier Vulkanreste in einem Blick! (aus dem Buch).

2016 --- Oktober 10 --- "Die geologische Revolution": Ein Jahr im Buchhandel

2016 --- Oktober 08 --- Exkursion "Auf den Spuren der Ur-Aisch"

Auf den Spuren der Ur-Aisch. Reste von alten Fluß-Schottern geben uns Hinweise, wie das Flußnetz in Franken vor der Entstehung der Aisch angelegt war. Ein wunderbarer Oktober-Nachmittag mit vielen lichten Momenten! Hier ein Regenbogen über dem in einem schmalenTal sitzenden Dorf Kästel.

Gerölle aus Gesteinen des unteren Lias sind beredte Zeugnisse der Flussgeschichte in Franken. In alten Ablagerungen von Flüssen sind sie selbst da zu finden, wo das Gestein in der Umgebung heute nicht mehr vorkommt, weil es längst der natürlichen Zerstörung zum Opfer gefallen ist. Die Verbreitung der Gerölle zeichnet die Spur von Flüssen, die heute nicht mehr vorhanden sind.
Siehe dazu auch den wissenschaftlichen Bericht

>> interner Link >> Die Entstehung der Aisch und junge Krustenbewegungen im Fränkischen Schichtstufenland (2007)
sowie
">> interner Link >> Die Anlage der Bucht von Neustadt und des Aisch-Tals als Folge erdgeschichtlich junger Krustenverstellungen (2017)

2016 --- Oktober 01 --- Exkursion Staffelberg

1. Oktober 2016 - Wir waren an diesem Tag an der Veitskapelle oberhalb Dittersbrunn (Nördliche Frankenalb). Das Foto stammt allerdings aus den 90iger Jahren - 6x7-Negativ, fotografiert mit Mamiya RZ 67. Von dem Plateau hat man einen wunderbaren Blick auf den Staffelberg - das war auch der eigentliche Grund unseres Besuchs.

Der Staffelberg - gesehen vom Veitsberg. Die griechischen Buchstaben bezeichnen die einzelnen Formationen des Weißen Juras, die den Staffelberg aufbauen. Ihre unterschiedliche Stabilität ist der Grund für die unverwechsebare Kontur dieses Berges.