Aktuelle Projekte und Nachrichten



Veranstaltung Herbst/Winter 2022/2023

ONLINE-Kurs
Der schwierige Weg zum Verständnis der Erde

Beginn: Mittwoch 23. November 2022, 19.30 Uhr (Einwahl ab 19.00 Uhr)
Insgesamt 10 Abende:
5 Abende vor Weihnachten (bis 21.12) -- 5 nach Weihnachten (ab 11. Januar)

Den Link zur Einwahl erhalten Sie nach Anmeldung:
(der erste Abend ist frei!)
Email: geoldoku@gdgh.de

Diese Landschaft bei Las Médulas (Spanien) ist nicht durch natürliche Erosion entstanden. Um möglichst effizient Gold zu gewinnen, haben die Römer Wassergräben und Aquadukte gebaut, um das Gelände von oben herab "durchzuspülen".

Modell des Geländes bei Las Médulas (fotografiert im dortigen Museum).

Während man schon seit der Steinzeit Gebrauch von den Erzeugnissen des "Systems Erde" machte, hat sich lange keiner dafür interessiert, wie dieses System andauernder Stoffkreisläufe eigentlich funktioniert.

THEMA

Während viele Wissenschaften ihren Ursprung bereits im antiken Griechenland hatten, ist die Geologie erst "vor kurzem" im 19. Jahrhundert entstanden. Da diese Wissenschaft anfangs nur Verstand und Hammer (mente et malleo) benötigte, kann diese späte Hinwendung zur Erforschung der Erde und ihrer Geschichte nicht durch technische Barrieren behindert worden sein. Tatsächlich waren es Hindernisse in den Köpfen: eine natürliche Entwicklungsgeschichte der Erde konnte man sich gar nicht vorstellen, und so man hatte auch keine Idee, wie man einer solchen auch auf die Spur kommen könnte.

Nach einer "wissenschaftlichen Revolution" in den Jahren 1957-1967 hatte man schliesslich eine erste Theorie, wie die Erde als ganzes funktioniert. Die Plattentekonik ist kein auf die Erdoberfläche beschränkter Vorgang, sondern auch ein fortdauernder Austausch mit dem Inneren der Erde. Dabei zirkulieren nicht nur Gesteine, sondern auch für die Biosphäre bedeutsame Stoffe und Verbindungen.

Doch mit dieser neuen Sicht auf die Erde war die Umgestaltung des Bildes noch nicht abgeschlossen. Der Mensch mag zwar als Mitläufer im System Erde wahrgenommen worden sein, aber seine Bedeutung als Mitgestalter wurde unterschätzt. Diese erst vor kurzem erlangte Einsicht war allerdings nicht das Ergebnis zielstrebiger Forschung, sondern eher eine nicht mehr zu verdrängende Wahrnehmung aktueller Umweltentwicklungen.

Zwar hat das "System Erde" nun einen Zustand erreicht, in dem eines seiner Agenten (der Mensch) in der Lage ist, seine Rolle in reflektierter Weise wahrzunehmen und so, zumindest in mancher Hinsicht, die Reichweite seines Handelns selbst einschätzen zu können. Zugleich zeigt uns die Erdgeschichte aber auch, dass vieles -- auch vieles Unerfreuliches und Gefährliches -- geschehen kann, das jenseits der Möglichkeiten menschlicher Kontrolle liegt. Mit der Erde zu leben ist, weit über die aktuellen Debatten um den Klimwandel hinausgehend eine Herausforderung, der sich die Menschheit in ihrer Wahrnehmung noch nicht gestellt hat.

Neu in der "Digitalen Bibliothek" - aktualisiert am 7.11.2022

Die Digitale Bibliothek Geowissenschaften ist eine Website der Naturhistorischen Gesellschaft (NHG Nürnberg). Dort findet man Literatur, Bilddokumentationen und Beiträge zur Geschichte der Geologie wie auch zur Geologie der Region.

>> Digitale Bibliothek Geowissenschaften

Aktualisiert wurden Literaturlisten sowie das digitale Bildarchiv mit folgeden neuen Beiträgen:

>> Bildarchiv 010 -- 54 nicht immer alltägliche Ansichten vom Walberla

>> Bildarchiv 011 -- Geländeprojekt "Riffstrukturen am Walberla" (2006)

>> Bildarchiv 012 -- Geländeprojekt "Tektonik am Walberla" (2009)



EXKURSION Vulkane der Eifel 6. -11. September 2022

Im Bild: Der Steinbruch am Eppelsberg (Osteifel-Vulkanfeld) erschließt einen Tuffring, der von einem hellen Löss-Band überlagert wird. Nach dieser Pause kam es erneut zu einem Ausbruch: nun baute sich über dem Tuffring ein Schlackenkegel auf. Das Foto zeigt den Aufschluss im Zustand um 1995.

Es ist immer wieder spannend, in die Eifel zu kommen, denn veränderte Aufschlussverhältnisse versprechen auch neue Einsichten!

2021 - 28.Juli 2021 -- Das Granitbuch ist erschienen!

Kommentare und Rezensionen zum Buch

Um es auf den Punkt zu bringen: Dieses Buch ist der absolute Hammer!! Einfach phantastische Fotos! Ein guter Text; viele spannende Kapitel. Herzliche Gratulation zu diesem gelungenen Werk!
Bernhard Schulz (Prof., TU Bergakademie Freiberg)

Schon allein die vielen tollen Fotos und Grafiken sind höchst eindrucksvoll und lehrreich. Aber auch die Art, wie das Thema präsentieren wird, ist toll!
Herbert Lutz (ehemals Naturhist. Museum Mainz, Landessammlung für Naturkunde Rheinland-Pfalz, u.a. Grabung Eckfelder Maar)

Das Buch "Granit - Geschichte und Bedeutung" ist erschienen
Das Buch ist eine Zusammenfassung zu allen wichtigen Fragen des Granits: frühe Forschungen, das Batholitenproblem, die Granitisation durch "mineralisierende Fluide", die moderne Sicht aus der Perspektive der Plattentektonik -- und, last not least -- die morphologischen Formen in der Landschaft.

>> Springer - externer Link

2021 - Vulkane in Deutschland - zweite Auflage!

Zweite Auflage, Sonderausgabe
Die erste Auflage wurde leicht überarbeitet.Neben kleineren Korrekturen am Text wurden auch einige Abbildungen ausgetauscht.

>> Wissenschaftl. Buchgesellschaft - externer Link

2021 - Ebook noch immer frei zum Download

Geologie und Landschaftsfotografie
Eine historische Betrachtung zur Beziehung von Fotografie und Geologie.

>> kostenloser Download - interner Link