>> VERANSTALTUNGEN Dr. Gottfried Hofbauer (interner Link)

ABENDVORTRÄGE GEOLOGIE 2019
Vorträge in der NHG Nürnberg

Vortragsort: Nürnberg, Am Katharinenkloster 6
(Eingang vom Hof hinter dem Kloster)


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JANUAR 24 - Donnerstag, 19.30 Uhr

Die unumkehrbare Veränderung ökologischer Systeme durch den Menschen

Prof. Manuel Steinbauer, System-Paläobiologie am GeoZentrum Nordbayern

Der Wandel ökologischer Systeme durch Eingriffe des Menschen ist eine viel und mitunter auch kontrovers diskutierte Erscheinung. Von den landschaftlichen Folgen der Ausrottung großer Säugetiere durch den frühen Menschen bis hin zum heutigen Klimawandel lässt sich ein weiter Bogen spannen, der in vieler Hinsicht Gegenstand wissenschaftlicher Forschung ist. Der Vortrag wird einen Einblick in den Stand der aktuellen Diskussion geben.

FEBRUAR 28 - Donnerstag, 19.30 Uhr

Vom Lokalpatriotismus zu einer planetaren Perspektive - Eine kurze Geschichte der Impaktforschung in Deutschland

PD Dr. Martina Kölbl-Ebert, Jura-Museum Eichstätt und Universität Hamburg

Nördlinger Ries und Steinheimer Becken sind auffällige geologische Strukturen Süddeutschlands. Lange hielt man sie für Folge eines einzigartigen Vulkanismus, bis sich im den 1960er Jahren die Erkenntnis durchsetzte, dass es sich um Impaktkrater handelt. Der Vortrag zeichnet die Geschichte dieses Paradigmenwechsels nach und beleuchtet die Persönlichkeiten und Motive der beteiligten Forscher.

MÄRZ 28 - Donnerstag, 19.30 Uhr

Die Plattenkalke von Wattendorf (Nördliche Frankenalb)

Dr. Matthias Mäuser, Naturkundemuseum Bamberg

Seit der Entdeckung fossilführender Plattenkalke im Weißjura der Nördlichen Frankenalb sind noch keine zwanzig Jahre vergangen. Schon in dieser kurzen Zeit wurde ein reicher Schatz an Fossilien gefunden, der Wattendorf in eine Reihe mit berühmten Fossillagerstätten wie Solnhofen und Eichstätt rückt. Dr. Mäuser leitet die Grabungen und wird uns vom aktuellen Stand der Fundgeschichte wie auch der Entwicklung der Vorstellungen vom Leben und Sterben in Jurameer berichten.

APRIL 25 - Donnerstag, 19.30 Uhr

Buttenheim - ein paläontologisches Dorado des Fränkischen Amaltheentons

Prof. Helmut Keupp, FU Berlin und NHG Nürnberg

Der Vortrag gibt einen Überblick über den Fossilreichtum der einzigen in Franken noch bestehenden Tongrube im Amaltheenton (Unterjura). Dabei wird besonders auf zahlreiche Erstfunde der letzten Jahre eingegangen, zudem aber soll aber auch eine paläoökologische Bewertung der Situation insgesamt ver-sucht werden. Weiter gilt das Augenmerk der Entwicklung der morphologischen Vielfalt von Ammoniten.

MAI 23 - Donnerstag, 19.30 Uhr

Zur Landschaftsentwicklung der zentralen Sahara

Prof. Dr. Armin Skowronek (ehemals Universität Bonn), NHG Nürnberg

Die Sahara besitzt seit mindestens 7 Mio. Jahren wüstenähnlichen Charakter, wobei auch ältere morphologische Elemente erhalten sind. Klimaschwankungen haben ein von fließendem Wasser geprägtes Relief geschaffen, dessen Entwicklung es im einzelnen aufzulösen gilt. Dazu kommen der Schwerkraft folgende Massenbewegungen sowie vom Wind verursachte Formen, wobei in Zeiten der Abtragungsruhe entstandene Böden die Möglichkeit bieten, die dabei jeweils herrschenden Klimabedingungen zu rekonstruieren.

JUNI 27 - Donnerstag, 19.30 Uhr

Vulkaninsel Milos

Prof. Joachim Rohn, Geozentrum Nordbayern der FAU Erlangen-Nürnberg

Die Vulkaninsel Milos in der Ägäis verdankt ihre Entstehung der aktiven Subduktion ozeanischer Lithosphäre. Die vulkanische Aktivität setzte vor über 3 Millionen Jahren ein. Die letzten vulkanischen Eruptionen haben vor etwa 80.000 Jahren stattgefunden. Gleichwohl wird die Insel von starken aktiven geothermalen Prozessen geprägt, die maßgeblich zu ihrem spektakulären Erscheinungsbild beitragen. Seit der Steinzeit wurde die Insel wegen ihrer Obsidian- und zahlreichen anderen Mineralvorkommen besucht und kann aufgrund der Vielfalt geologischer Prozesse mit Recht als "geologisches Bilderbuch" gelten.

JULI 25 - Donnerstag, 19.30 Uhr

Graecopithecus freybergi - Bruno von Freyberg und seine Verdienste für die Erforschung unserer frühen Urahnen

Prof. Madelaine Böhme, Universität Tübingen

Die gemeinsame Linie von Menschenschaffen und Menschen hat sich möglicherweise mehrere hunderttausend Jahre früher getrennt als bislang angenommen. Diese These veröffentlichte ein internationales Forschungsteam um Professorin Madelaine Böhme vom Senckenberg Centre for Human Evolution and Palaeoenvironment an der Universität Tübingen im Jahre 2017. In ihrem Vortrag wird sie uns die wissenschaftlichen Hintergründe darlegen, sowie insbesondere auf die Verdienste des Erlanger Geologie-Professors Bruno von Freyberg für die Erforschung des Graecopithecus eingehen.

AUGUST 22 - Donnerstag, 19.30 Uhr

Mythos "Terroir" - welche Rolle spielt die Geologie wirklich im Weinbau?

Dr. Gottfried Hofbauer, NHG Nürnberg

In Franken hat die Unterscheidung "Keuper-Wein" von einem "Muschelkalk-Wein" lange Tradition und ging der in der jüngeren Zeit aufgekommenen Betonung des "Terroirs" weit voraus. Auch wenn das Terroir viele weitere Faktoren als nur die geologischen im Auge hat, wird das Gestein in den letzten Jahren in vielen Weinregionen zunehmend in den Vordergrund gestellt . Die kritische Diskussion dieser Entwicklung stützt sich auch auf die Ergebnisse des dreitägiges Symposiums "Stein und Wein" (Steiermark im August 2018).

SEPTEMBER 26 - Donnerstag, 19.30 Uhr

Spätglaziale Bergrutsche in Norwegen

Markus Schleier - GeoZentrum der FAU Erlangen-Nürnberg

Wie in anderen Gebirgen kam es auch in Norwegen mit dem Rückzug des Eises am Ende der letzten Kaltzeit zu großen Bergrutschen. Solche Ereignisse hatten in ihrer Auswirkung nicht nur lokale Bedeutung - an der Westküste konnten dadurch auch heftige Tsunamis ausgelöst werden, deren Spuren noch heute im Norden Schottlands und den Shetland-Inseln zu finden sind. Der Referent hat in den letzten Jahren mehrerer solcher Abgänge näher untersucht und kann uns ein aktuelles Bild von diesen Zeugnissen vermitteln.

OKTOBER 24 - Donnerstag, 19.30 Uhr

Junge Krustenbewegungen und Laufveränderungen von Flüssen im Regnitz-Bereich

Dr. Gottfried Hofbauer, NHG Nürnberg

Die Erdkruste reagiert auf laufende Veränderungen der plattentekonischen Prozesse und der Dynamik des Erdmantels durch Hebung, Senkung und Verformung. Fließendes Wasser ist besonders sensibel für Krustenverstellungen und zeigt uns diese gleichsam wie eine natürliche Wasserwaage an, zugleich vermag es aber umgekehrt auch die umgebende Landschaft zu verändern. Markante Fälle dieser Art gibt es auch in unserer Fränkischen Heimat im Bereich der Regnitz und ihrer Nebenflüsse.

NOVEMBER 28 - Donnerstag, 19.30 Uhr

Oberfränkisch-Oberpfälzer Flussgeschichte(n)

Dr. Andreas Peterek, Geopark Bayern-Böhmen

Flüsse schaffen im "Zuspiel" von Tektonik und Klima zusammen mit komplexen Prozess-Reaktions-Systemen Landschaften. Die räumlich-zeitliche Analyse dieser Zusammenhänge unter Berücksichtigung ihrer Beziehung zu vorzeitlichen Reliefgenerationen gibt Aufschluss über die Langzeit-Reliefentwicklung einer Region und über die steuernden Ursachen. Am Beispiel ausgewählter Flussläufe im Oberfränkisch-Oberpfälzer Hügelland und angrenzender Gebiete wird dies verdeutlicht. Es wird insbesondere der Einfluss von Krustenbewegungen beleuchtet.

DEZEMBER entfällt
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