Hofbauer, Gottfried (2019): Das Ende der Evolution? - www.gdgh.de/Berichte/b20
(25. Oktober 2019).

Das Ende der Evolution?:


Gottfried Hofbauer, Erlangen (D/Germany)


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Das entspannte und energetisch sparsame Leben eines Koalas - eine Option für unsere Zukunft?

Vorbemerkung

Die im folgenden vorgebrachte Kritik an einigen Aspekten der Klimadebatte ist keinesfalls so zu verstehen, dass die als "Klimaschutz" bezeichneten Pläne und Maßnahmen als unbegründet oder gar als sinnlos angesehen werden. Tatsächlich ist eher das Gegenteil der Fall: Die in den Diskussionen angesprochenen Maßnahmen werden unserer Ansicht nach nicht reichen, um eine fundamentale globale Krise zu vermeiden. Die Fokussierung auf eine "Klimawende" verdeckt jedoch, dass das eigentliche Problem unsere auf ständiges Wachstum gegründete Ökonomie und das damit zugleich auch weiter anhaltende Wachstum der Erdbevölkerung ist. Das eigentliche Thema der aktuellen Debatten sollte daher sein, wie ein ökonomisches wie ökologisches Konzept aussehen könnte, dass langfristig angemessen auf die Tragfähigkeit der Erde (carrying capicity) eingestellt ist.

Die Zeitmaßstäbe, die die Klimaforscher für ihre Modelle und Prognosen herannehmen, sind jedoch viel zu kurz, um als Diskussionsgrundlage für Fragen gelten zu können, wie die Existenz des Homo sapiens nachhaltig aufgestellt werden könnte. Die Diskussion um Klimaziele verschleiert diese grundlegende Frage, solange es nur um Lösungen geht, die wie CO2-Neutralität, Elektromobilität oder Verzicht auf Fleischkonsum die Erderwärmung begrenzen sollen.

Der hier vorgelegte Beitrag versucht, das Problem aus der weiter reichenden Perspektive der Erdgeschichte zu sehen. Betrachten wir die Entwicklung der Menschheit über die letzten Jahrtausende und Jahrzehntausende, wird auf der einen Seite deutlich, dass es ihr gelang, weit extremere Klimaveränderungen als die gegenwärtig befürchteten zu überstehen - auf der anderen Seite sehen wir dann aber auch, wie gewaltig und in bestimmter Hinsicht auch neuartig die Herausforderung ist, vor der wir wirklich stehen. Die begründete Sorge, dass - an den letzten Jahrzehntausenden gemessen - schon leichte Klimaänderungen eine große Bedrohung darstellen, kann als Fingerzeig dahin gehend gesehen werden, dass das eigentliche Problem eben gar nicht die Klimaänderungen sind.


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