GALERIE 1

"Der Blick in die Tiefe der Zeit"
Ausgewählte Bilder aus der gleichnamigen Ausstellung


sowie:
"Die geologische Revolution"
Wissenschaftliche Buchgemeinschaft Darmstadt 2015



1-01
Der Mensch des 17. Jahrhunderts kannte weder eine Erdgeschichte noch seine eigene prähistorische Vergangenheit. Veränderungen in der Landschaft oder die Entstehung merkwürdiger Felsformationen waren allerdings kaum als natürlicher Prozess vorstellbar. Viel eher wurde an das Werk von Vorfahren gedacht, und wenn menschliche Kräfte nicht zu reichen schienen, dann konnten es auch Riesen gewesen sein.
Split Rock, Westküste Schottland


1-02
Nahe der alten Universitätsstadt Helmstedt gelegen, erregten die Lübbensteine schon früh die Aufmerksamkeit der dortigen Gelehrten. Der Gedanke an eine heidnische Vorzeit beginnt Form anzuneh- men, die Unterscheidung menschlicher und natürlicher, erdgeschichtlicher Bodenfunde wird zu einer neuen Herausforderung


1-03
Bonifacio (Korsika) - Die Grenze zwischen Natur und Kultur ist beweglich


1-04
Die Wiederholung ähnlicher Strukturen - wie hier die Lobenlinien un Rippen des Ammoniten - sind ein Zeichen dafür, dass es sich um anatomische Elemente und nicht ein Naturspiel handelt


1-05
Die Angliederung eines Seelilien-Stielglieds an einem Muschel-Steinkern ist eines der Zufälle, die bei der Einbettung im Sediment geschehen können


1_06
Von vielen Lebewesen kennt man nur Spuren


1-07
Jahrhunderte schritten gläubige Christen über die Zeugnisse der Erdgeschichte, ohne ihre Bedeutung wahrzunehmen


1-08
"Wir fühlten uns unvermeidlich in die Zeit zurückversetzt, in der der Schiefer, auf dem wir standen, noch auf dem Grund des Meeres lag, und der Sandstein vor uns gerade erst in Form von Sand oder Schlamm aus dem darüber befindlichen Ozean zur Ablagerung kam"
Playfair (1805): Biographical Account of the late Dr. James Hutton, S. 72f.


1-09
Der Einsturz der Erdkriste - so G.C. Füchsel (1761)
Bohlenwand bei Saalfeld (Thürigen)


1-10
Das Schichtenprinzip ist an sich eine einfache Ordnungsregel: Die jeweils obere Lage ist relativ jünger als die untere. Doch nicht immer ist auf den ersten Blick zu sehen, wo oben und unten ist. Crackington-Formation, Oberkarbon
Millock Haven (Cornwall).


1-11
Papierschiefer - die Metapher vom Buch der Natur gewinnt hier greifbare Gestalt Posidonienschiefer bei Hetzles (Oberfranken).


1-12
Eiszeit - Gegenwart in Island, Erinnerung an unsere Landschaft vor 20.000 Jahren.


1-13
Wasserfälle markieren Gefällsbrüche im auf eines Flusses - in jungen Landschaften wie Island besonders häufig (Godafoss).


1-14
Schmelzendes Eis - einfach schön. Oder Zeugnis des Klimawandels?